
Am 12. Juni 2026 fand an der Ruhr-Universität Bochum das mFUND-Netzwerktreffen „Digitale Zwillinge für Infrastrukturbauwerke“ statt. Die Veranstaltung wurde vom Projekt DIDYMOS initiiert und gemeinsam mit der mFUND-Begleitforschung durchgeführt.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Digitale Zwillinge im Bereich von Infrastrukturbauwerken – etwa Brücken, Tunnel, Straßen oder weitere Bestandsbauwerke – sinnvoll eingesetzt werden können. Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Verwaltung, Kommunen, Infrastrukturbetreibern und Unternehmen diskutierten aktuelle Entwicklungen, konkrete Anwendungsfälle sowie Herausforderungen bei Datenmanagement, Modellierung, Monitoring und Entscheidungsunterstützung.
Nach einem Grußwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Hirte gaben Keynotes von Prof. Dr.-Ing. Jörg Blankenbach, Dr. Christine Pohl und Prof. Markus König Einblicke in wissenschaftliche Grundlagen, kommunale Anwendungsperspektiven und modulare Ansätze für Digitale Zwillinge. In vier Fachsessions wurden anschließend aktuelle FuE-Projekte vorgestellt und zentrale Fragen zur praktischen Umsetzung diskutiert.
Die Veranstaltung machte deutlich: Digitale Zwillinge bieten großes Potenzial für ein nachhaltiges Infrastrukturmanagement. Entscheidend für ihren erfolgreichen Einsatz sind jedoch klare Anwendungsfälle, verlässliche und gut strukturierte Daten, geeignete Standards, sichere Datenzugänge sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis. Auch die abschließende Podiumsdiskussion zeigte, dass Digitale Zwillinge nicht nur eine technologische, sondern auch eine organisatorische und kulturelle Transformationsaufgabe darstellen.