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ANYTWIN

Entwicklung und Standardisierung von Methoden zur messdatengestützten Tragsicherheitsbewertung von Straßenbrücken und die Integration in digitale Zwillinge

Zuletzt aktualisiert am 17.03.2025

Projektbeschreibung

Problem

Der Erhalt einer sicheren Infrastruktur erfordert regelmäßige visuelle Zustandserfassungen und rechnerische Nachweise gegenüber dem Eintreten potenzieller Versagensmechanismen. Zur realitätsnahen Bestandsbewertung können zusätzlich Messsysteme und diagnostische Untersuchungen zum Einsatz kommen. Normative Vorgaben, Standards und Leitfäden für den Einsatz und zur Datenauswertung sind aktuell kaum vorhanden. Entsprechend heterogen gehen Aufsteller und Prüfer in der Praxis vor. Zur Automatisierung in digitalen Zwillingen stellt die standardisierte Integration von Messdaten eine wichtige Kernfunktionalität dar.

Ziele

Ziel des Projektes „ANYTWIN“ ist die Entwicklung standardisierter Mess- und Auswertekonzepte für ausgewählte Tragsicherheitsnachweise. Damit soll die Grundlage für eine zukünftig realitätsnahe Überwachung in digitalen Brückenzwillingen geschaffen werden. Die Konzepte berücksichtigen Einflüsse aus Datenqualität und Messumfang und stehen im Einklang mit der Sicherheitsphilosophie der Regelwerke. Für eine nachhaltige sowie interoperable Nutzung und zur Integration der Daten in digitale Zwillinge sollen Ausschreibungsstandards für Monitoringdaten definiert und ein Datenstrukturmodell entwickelt werden.

Messdatengestützte Tragsicherheitsbewertung im Digitalen Zwilling der Köhlbrandbrücke
Messdatengestützte Tragsicherheitsbewertung im Digitalen Zwilling der Köhlbrandbrücke | Quelle: MKP GmbH

Durchführung

Anhand von Musterbrückenbeispielen werden für fünf ausgewählte Tragsicherheitsnachweise (u. a. Beul- und Ermüdungsnachweis) standardisierte Mess- und Auswertekonzepte entwickelt. Die Konzepte werden mit Hilfe bestehender BMDV-Daten der Modellbrücke des Forschungsvorhabens IDA-KI und der Köhlbrandbrücke (KBB) validiert. Die Datenstruktur des digitalen Zwillings wird dahingehend konzipiert, dass sie eine Aufnahme der Nachweisergebnisse und zugehörigen Messrohdaten ermöglicht. Das Datenstrukturmodell wird vereinheitlicht, wodurch dieses auf alle digitalen Straßenbrückenzwillinge übertragbar wird.

Kontakt

Dr.-Ing. Oliver Mosig

Projekt Partner

BAStBau GmbH
Bergisch Gladbach
FKZ: 19F2248E
TU Berlin, Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren - Stahlbau
Berlin
FKZ: 19F2248C
TU Dresden, Institut für Massivbau
Dresden
FKZ: 19F2248B
Hentschke
Bautzen
FKZ: 19F2248F
GMG Ingenieurgesellschaft
Dresden
FKZ: 19F2248D
MKP GmbH
Weimar
FKZ: 19F2248A