HarMobi
Harmonizing Mobility: Wie Verkehrsdaten das Miteinander verschiedener Verkehrsteilnehmer und eine sichere Verkehrsinfrastruktur fördern können
Zuletzt aktualisiert am 10.02.2025
Projektbeschreibung
Problem
Aktuelle Statistiken zeigen ein erhöhtes Unfallrisiko für schwächere Verkehrsteilnehmer. Dies liegt zum einen am geänderten Mobilitätsverhalten, denn der Rad- und E-Tretroller-Verkehr steht vermehrt im Konflikt mit dem Kfz-Verkehr. Zum anderen gibt es kaum Daten, die als Indizien für Risikosituationen dienen (wie z.B. Beinahe-Unfälle). Dies erschwert die Erstellung zukunftsgerichteter Modelle, um evidenzgestützte Empfehlungen für eine sichere Infrastruktur zu geben.
Ziele
Das Projekt „HarMobi“ möchte zur Untersuchung von Konflikten zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern eine neue Bewertungsgrundlage schaffen. Mittels Sensor- und Verkehrsflussdaten von Fahrrädern, E-Tretrollern und Kfz wird das Verhalten der Verkehrsteilnehmer sowie der Einfluss der Infrastruktur bestimmt. Die Muster und Kritikalität der Interaktionen werden in ein lernendes System eingespeist, um die Sicherheitsauswirkungen für zukünftige Verkehrsentwicklungen und Planungen besser einschätzen zu können.
Durchführung
Es wird eine Methodik zur Erfassung von sicherheitskritischen Ereignissen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer erarbeitet. Durch Überlagerung dieser Informationen mit Daten zur Routenwahl und zur Infrastruktur sowie weiteren für die Verkehrssicherheit relevanten Daten werden Konflikte und Einflussgrößen analysiert. Diese ganzheitliche Betrachtung wird in der Fokusregion Aachen im „Rheinischen Braunkohlerevier“ durchgeführt, wobei auch die Allgemeingültigkeit der Erkenntnisse untersucht wird.