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IDA-KI

Automatisierte Bewertung der Monitoringdaten von Infrastrukturbauwerken

Zuletzt aktualisiert am 08.01.2025

Projektbeschreibung

Problem

Infrastrukturbauwerke unterliegen einer stetigen Alterung, weshalb ihr Zustand bislang in regelmäßigen Intervallen händisch inspiziert werden muss. Erst wenn im Rahmen der turnusmäßigen Bauwerksprüfung ein Schaden festgestellt wird, wird eine Instandhaltungsmaßnahme geplant. Dieses reaktive Vorgehen führt dazu, dass ein Schaden oftmals lange unentdeckt bleibt und es infolgedessen zu erhöhten Sanierungskosten kommt. Dieses problemorientierte Vorgehen soll zukünftig durch ein datenbasiertes, vorrausschauendes und prädiktives Instandhaltungsmanagement abgelöst werden.

Ziele

Grundlage für eine zuverlässige Zustandsbewertung in nahezu Echtzeit ist das Bauwerksmonitoring. Aktuelle Monitoringanwendungen bedürfen jedoch aufwendiger manueller Auswertung, wobei eine Alterung der Messanlage oder Messfehler nur schwierig erkannt werden können. Im Projekt „IDA-KI“ werden mithilfe des maschinellen Lernens vollautomatisierte Bewertungsalgo-rithmen für Monitoringdaten entwickelt und in ein lebensdauerübergreifendes Monitoringkonzept ab „Stunde null“ zur kontinuierlichen Zustandsbewertung integriert.

Interaktion zwischen physikalischem Objekt und digitalem Modell
Interaktion zwischen physikalischem Objekt und digitalem Modell | Quelle: Quelle: Stefan Gröschel

Durchführung

Es wird eine Modellbrücke errichtet und baube-gleitend mit Sensorik ausgestattet, wodurch das Monitoringkonzept und die Auswertealgorithmen „im Zeitraffer“ validiert werden können. Durch Belastungstests bis in den Bereich der starken Schädigung sowie eine gezielte Schädigung redundanter Messtechnik wird eine Realdatenbasis geschaffen. Dadurch wird zukünftig eine Unterscheidung zwischen Messfehlern und strukturellen Anomalien ermöglicht. Die charakteristischen Messsignale werden in Auswertealgorithmen implementiert, sodass zukünftig die Monitoringdaten automatisiert ausgewertet werden können. Zustandsindikatoren ermöglichen eine einfache Interpretation großer Datenmengen. Das Demonstratorbauwerk wird als Reallabor ausgebaut und dient auch nach der Projektlaufzeit als Ort des wissenschaftlichen Austauschs in der Kohleregion. Die Entwicklung eines digitalen „as maintained“-Modells dient der Etablierung neuer Geschäftsfelder und schafft qualifizierte Arbeitsplätze.

Projekt Partner

Technische Universität Hamburg
Hamburg
FKZ: 19FS2013B
Technische Universität Dresden
Dresden
FKZ: 19FS2013A
MKP GmbH
Weimar
FKZ: 19FS2013D
Hentschke Bau GmbH
Bautzen
FKZ: 19FS2013C